Steckbriefe der Projekte von der AnNÄHerung 2018 in der Jugendherberge Bielefeld

AnNÄHerung 2018
– ein Wochenende nur für’s Nähen

Am 12.1.2018 war es wieder so weit – in der Jugendherberge Bielefeld fand schon zum fünften Mal in Folge die AnNÄHerung statt. Ich bin Teilnehmerin der ersten Stunde und habe mir bisher jedes Jahr dieses Wochenende freigehalten, um mit der Bahn nach Bielefeld zu fahren und dort gemeinsam mit anderen Nänerds von Freitagabend bis Sonntagmittag zu nähen.

Dieses Jahr war alles etwas anders. Da ich mir den Tag freigenommen hatte, war ich ausnahmsweise pünktlich. Auf dem Weg nach Bielefeld stoppte ich noch in Hildesheim, um dort den kleinen Sohn einer guten Freundin kennenzulernen. Von Hildesheim musste ich auch erst wieder nach Hannover, aber der eriX war zumindest pünktlich. In Hannover hatte ich sogar noch Zeit, um einen Pyjama zu kaufen, denn den hatte ich vergessen einzupacken.

Dreigängemenü für uns

Die Jugendherberge überraschte uns am Freitagabend mit einem Dreigängemenü und einem kleinen Begrüßungsprosecco – sehr nett! Anschließend ging es dann in die gewohnten Räumlichkeiten, wo die mitgebrachten Maschinen und Bügelstationen schon aufgebaut waren. Nach einer kurzen Begrüßungsrunde bei der jeder erzählte, was er sich vorgenommen hatte, ging es ran an die Maschinen und wie immer wurde fleißig bis weit nach Mitternacht genäht, getrascht und gelacht. Auffällig ist, wieviele der Bloggerinnen zwar noch einen Blog haben, ihn aber aus verschiedenen Gründen nicht mehr regelmäßig mit Nähinhalten befüllen. So ähnlich ging es mir mit meinem alten Blog ja auch und auch jetzt schaffe ich es noch nicht so regelmäßig zu schreiben, wie ich es gern würde.

Neues Jahr, neue Jacke – diesmal ein Dufflecoat

Mein großes Nähprojekt für das Wochenende war ein pinker Dufflecoat aus einem Karstadtstoff vom Angebotstisch. Leider musste ich feststellen, dass der Stoff aus Gründen reduziert war, denn er war unregelmäßig durchgefärbt, was mir aber erst nach der ersten Naht auffiel. Nun hatte ich am Freitag nicht so richtig Lust die Jacke weiter zu nähen, wenn sie doch nicht wirklich was werden würde, aber ich machte trotzdem weiter. Eventuell könnte ich bei der Arbeit ja einen besseren Stoff finden und dann wüsste ich zumindest, ob der Schnitt sitzt.

Nachdem ich also unter lauten Seufzern weitermachte, motivierten mich meine Tischkolleginnen, dass das mit der Farbe gar nicht so schlimm sei und dass man es am Ende gar nicht so krass sehen würde. Und das Tolle ist: Sie hatten Recht!

Glücklicherweise hatte ich beim Zuschneiden die Teile anscheinend so gelegt, dass die Farbunterschiede im Stoff nun zumindest symmetrisch auf den Schnitteilen verteilt waren. So besteht das gesamte Vorderteil nun zwar aus mehreren Pinkschattierungen, doch rechts und links von der vorderen Mitte sind sie gleich.

Ohne Werkzeug wird das nichts

Samstag startete ich schon mit mehr Motivation ins Nähen, musste dann jedoch kurz vor dem Einsetzen des Futters feststellen, dass ich mit der Prym Variozange die Druckknöpfe nicht so einnieten konnte, wie es notwendig war. Zudem hatte ich kein anderes Werkzeug dafür mit und eine Frage in die Runde brachte leider auch keine Hilfe. Nicole brachte mir am nächsten Tag einen Hammer von Zuhause mit. Jedoch fiel mir dann auf, dass ich nun ja trotzdem das Druckknopf Werkzeug aus Plastik noch bräuchte – und das man mit diesem Werkzeug auch gar nicht an die Stelle kommt, wo ich den Druckknopf haben wollte.

Da ich den Dufflecoat aber gerne weiternähen wollte, setze ich doch zumindest schon mal das Futter ein. Mir fiel nämlich ein, dass ich zuhause ein kaputtes Werkzeug hatte, mit dem das Einnieten möglich sein müsste.

Während ich wegen des Futters überlegte, nähte ich erst mal noch ein Kleid aus einem Viskosestoff und ein Top. Das Kleid passte nach einigen Anpassungen zu denen Mema mir riet sehr gut, doch das Top war viel zu klein. Es gefiel aber Antonia und so fand es gleich eine neue Besitzerin.

Viel zu schnell war dann auch schon wieder Sonntagmittag und nach einem letzten gemeinsamen Mittagessen war Zeit für die Abschlussrunde. Jede Teilnehmerin zeigte ihre fertigen oder halb fertigen Werke des Wochenendes und es war toll zu sehen, welche Schnitte mehrfach genäht wurden oder mir total unbekannt waren.

Das Wochenende war wie immer eine Quelle der Inspiration und ich freue mich jetzt schon auf den Januar 2019. Mittlerweile haben wir in Hamburg jedoch auf Lores Initiative hin auch ein kleines Nähkränzchen, sodass im Laufe des Jahres immer mal ein Samstag zum gemeinsamen Nähen genutzt wird.

Gemeinsames Nähen ist doch am schönsten

Nähen ist ein tolles Hobby, doch meist sitzt man beim Nähen ja allein für sich. Das Tolle an einem Nähwochenende ist es, sich in einem Raum mit Gleichgesinnten zusammenzufinden und gemeinsam zu nähen. Mittlerweile haben sich in einigen Regionen Deutschlands unterschiedlichen Nähtreffs gebildet und die Nähcamps von Elke Puls oder Hedi näht sowie das Nähwochenende in Possenhofen oder Sewing by the Sea sind einige Möglichkeiten, um neue Nähfreundinnen zu treffen. Meld dich einfach mal an und du wirst sehen – nach einem Nähwochenende ist man süchtig nach mehr!

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