Samstag-Schaufensterbummel

Zum Glück hat mich der Sturm Zeynep am letzten Wochenende nicht weggepustet und es sind auch nur ein paar Bäume bei mir im Viertel umgekippt oder mussten abgesägt werden. Aber leider machte ein Offline-Schaufensterbummel nicht so wirklich Spaß. Daher habe ich mich ein bisschen durch meine Lieblings Onlineshops für Kreativmaterial geklickt und ein paar Dinge gefunden mit denen ich bei der nächsten Bestellung meinen Warenkorb füllen werde.

Ich bin aktuell ein bisschen auf der Nachhaltigkeits-Schiene unterwegs. Also war ich gespannt, was die Shops so an nachhaltigen Materialien anbieten und was mir davon auch gefällt.

Ja, und dann habe ich vor einiger Zeit auch wieder andere Handarbeiten neben dem Nähen lieb gewonnen und klar, dafür braucht man dann natürlich auch einen kleinen Vorrat an Materialien. So ist man immer ausgestattet, wenn die Ideen sprudeln.

Pfiffig wie ich bin, habe ich unten im Bild die Artikel verlinkt. Falls euch also eine meiner Ideen inspiriert, dann klickt euch einfach durch und guckt, ob der Stoff oder das Garn noch verfügbar ist.

Jersey mit PES-Anteil recycelt Leinenjersey in modischem Terracotta Wolle Heidi perfekt für Granny Square Projekte Baumwollgarn zum Häkeln Knopf aus Hanffaser und recyceltem Material Sticktwist Set in tollen Farben Leinen Jersey naturfarben melange
  1. Ich bin ja ein Freund von selbstgenähten T-Shirts. Auch wenn es ein Basic ist, dass man in verschiedenen Varianten viel günstiger kaufen könnte. Aber mir gibt es ein gutes Gefühl, wenn ich weiß, dass mein T-Shirt nicht von Näherinnen genäht wurde, die vielleicht lieber zur Schule gehen wollen. Und ich mag es auch verschiedene Schnittmuster auszuprobieren. Die Reihenfolge der Schritte beim Nähen des T-Shirts ist meist gleich, doch wie das T-Shirt später sitzt, kann sehr unterschiedlich sein. Dabei ist auch die Stoffqualität ein großer Faktor. Ein Shirt aus Viskosejersey fällt meist weich bis „labberig“, während ein Baumwolljersey schon etwas mehr Stand hat und die Form des Schnittes eher ersichtlich ist. Dieser hellgraue Baumwolljersey* besteht aus recycelter Baumwolle und PET Abfällen. Das finde ich spannend und sehr nachhaltig. Und ein graues T-Shirt ist eine super Ergänzung für meine bunte Garderobe.
  2. Terracotta ist eine „der“ Farben in der amerikanischen Nähszene. Zumindest habe ich den Eindruck, wenn ich meinen Instagram Feed durchgucke. Oder vielleicht ist es einfach auch eine der kommenden Trendfarben in der Modeindustrie. Wir werden sehen. Auf jeden Fall habe ich mal geschaut, was ich in diesem Farbton so bei meinem Schaufensterbummel in den deutschen Onlineshops finde. Und da gibt es bei stoffe-hemmers* diesen tollen Leinenjersey aus Leinen und Baumwolle*. Ich sehe das T-Shirt aus diesem Stoff schon vor mir und kann spüren, wie angenehm sich so ein Shirt trägt. Leider ist gerade heute der Stof ausverkauft, aber er wird wohl neu produziert und kommt wieder. Vielleicht die Qualität ja bald auch noch in mehr Farbe, stoffe-hemmers?
  3. Kleidung aus Granny Squares schwirrt mir immer noch im Kopf herum. Aktuell versuche ich mich daran ein Top aus den Wollresten meines Granny Square Cardigans zu häkeln. Muss mir allerdings noch ein paar Youtube Videos angucken, bis ich verstehe, wie ich den Garnwechsel so hinbekomme, dass ich später nicht so viele Fäden vernähen muss. Wenn ich meine Reste aufgebraucht habe, kann ich mir gut vorstellen nochmal eine andere Farbkombination auszuprobieren. Bei Buttinette gibt es da eine sehr schöne Wollqualität* in vielen verschiedenen Farben. Acryl mit Schurwolle ist eine gute Fasermischung, die sich vor allem für Cardigans oder auch Decken anbietet.
  4. Catania* ist der Klassiker, wenn es um Häkelgarn geht. Tatsächlich hat mir meine Großmutter auf meinen Wunsch hin aus dem Baumwollgarn sogar schon einen Bikini gehäkelt (den ich dann aber doch nie getragen habe…) Heutzutage verwende ich Catania eher für Wohnaccessoires. Zum Beispiel kann man wunderbar Untersetzer oder Tischläufer aus dem Garn häkeln. Auch für meine Tischbeinstrümpfe (Bild folgt irgendwann mal) kann man Catania super verwenden. Und natürlich auch für klassische Topflappen!
  5. Mittlerweile gibt es sogar Knöpfe aus nachhaltigen Materialien! Dieser Knopf* ist mit seinen 25mm Durchmesser schön groß und setzt so ein echtes Statement. Ich kann ihn mir gut als Knopf an einem Cardigan vorstellen. Von True Bias gibt es den Marlo Sweater mit seinen drei Knöpfen auf der Knopfleiste. Dafür würde ich mir den Knopf aus Hanffaser und recyceltem Polyester in den Warenkorb legen.
  6. Ich sag es euch Leute, Sticken wird in den nächsten Jahren wieder super viele Anhänger finden. Vielleicht bin ich da auch etwas geinfluenced von Elise Joy, aber ich bin sicher ihre neue Marke Playbook Patterns hat großes Potential. Sticken ist eine der Handarbeiten, die noch nicht so wirklich ein Revival hatte, aber das kommt, vertraut mir! Ich habe auch so einige Ideen, was ich noch gern sticken möchte. Mir schweben da nicht nur Kreuzstich Muster vor, aber auch gestickte Schriftzüge oder Stitch Samplers als Hingucker auf einer Jacke oder einer Jackentasche. Wer nicht das Glück hat von seinen Großeltern Sticktwist in rauen Mengen geerbt zu haben, für den sind solche zusammengestellten Sets* mit harmonischer Farbrange eine gute Investitionsmöglichkeit in ein neues Hobby.
  7. Ich habe ein T-Shirt aus solch einem Leinenjersey* und ich liebe es im Sommer! Gern würde ich davon noch ein zweites haben oder vielleicht auch noch ein Longsleeve oder einen leichten Rolli. Bei meinem letzten Urlaub auf Sylt habe ich gemerkt wie schön es ist einen leichten Rolli am Abend beim Sonnenuntergang gucken zu tragen. Diese Stoffqualität wäre perfekt für Nikko!

Na, seid ihr auch so inspiriert nach diesem Schaufensterbummel? Ich versuche ja nicht allzu oft online zu bestellen, daher sammle ich meist Ideen und mache dann eine größere Bestellung. Auch wenn es in einigen Shops Programme gibt mit denen die Lieferung nicht jedes Mal etwas kostet. Aber mir geht es da dann auch nicht um die Kosten, sondern darum, dass ich mir keine Rolle Nähgarn von einem Logistikzentrum bringen lassen möchte, wenn ich mit dem Rad in zwanzig Minuten zu einem Laden fahren kann und mir dort das Röllchen aussuche. Denn ich versuche nicht nur nachhaltige Materialien zu vernähen, sondern auch nachhaltig mit den Materialien umzugehen.


Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert