Spiegelselfie von Tine Sews, die sowohl ihr neues, selbstkonstruiertes T- Shirt als auch ein Blomma Tank Top von Paradise Pattern zeigt

Fünf Gedanken einer Kreativen

Bisschen lustig ist es schon, dass ich im Februar 2022 eine Artikelserie plante, doch mehr als ein Artikel ist bislang nicht entstanden. Dabei bieten sich doch so viele Themen an, die mir im Kopf herumspuken. Spuken trifft es heute genau, denn es ist Dienstag, der 31.10.2023 und die ersten Vampire haben schon an meiner Haustür geklingelt – selbstverständlich habe ich einen Süßigkeitenvorrat angelegt. Und freue mich, wenn keine weiteren Gruselgestalten kommen, dann kann ich in den kommenden Tagen den Süßkram nämlich selbst genießen.

Aber darum soll es in diesem Beitrag eigentlich gar nicht gehen. Sondern ums Nähen. Und so kommen wir schon zu Gedanke Nummer 1

  1. Ich dachte seit einigen Wochen, dass ich dieses Jahr irgendwie gar nicht so richtig was genäht habe. Zumindest hatte ich sehr lange keinen Nähflow mehr. Keine Zeit mit mir und der Maschine. Dachte ich. Bis ich auf der Suche nach einem passenden Bild für diesen Beitrag meine Google Fotos durchgegangen bin. Und mich dann an all die Projekte erinnerte, die dieses Jahr fertig wurden. Einige Projekte, die schon lange auf ihre Umsetzung gewartet haben. Der Reiserucksack, zu dem ich hoffentlich demnächst mal einen Beitrag schreibe. Die Hosen, die ich dieses Jahr alle genäht habe und sehr gern trage. Ja, es sind vermutlich weniger Projekte als in den Jahren zuvor. Dafür habe ich aber dieses Jahr viele andere Dinge in meiner Freizeit unternommen. Bin viel gereist, habe viele Freunde getroffen und die Nähideen eher nur an Nähkränzchen-Samstagen umgesetzt.
  2. Ende letzten Jahres beziehungsweise Anfang diesen Jahres hatte ich mir ja auch vorgenommen, weniger Stoffe zu kaufen. Erlaubt waren Stoffkäufe im Urlaub – vielleicht der Grund, warum ich dieses Jahr so oft Urlaub gemacht habe? Denn tatsächlich habe ich fast ein ganzes Jahresbudget für Stoffe bereits im Februar in London ausgegeben. Es ist wirklich verführerisch, wenn man alles mit Karte zahlt und die Abrechnung erst nach der Urlaub sieht… War schon ein kleiner Schock die Summe zu sehen, aber dafür habe ich dann einige der gekauften Stöffchen sogar recht schnell vernäht. Und ich weiß genau, was aus den anderen Stoffen werden soll. Jetzt muss ich mir nur die nächsten Monate mal wieder mehr Zeit für die Umsetzung nehmen.
  3. Gekauft sind Stoffe ja schnell, aber bis dann das Kleidungsstück fertig ist, vergeht doch Stunde um Stunde. Den zweiten Brückentag in diesem Monat hatte ich mir schlauerweise freigenommen. Und dann sogar den Dreh gehabt, um anzufangen Projekte zuzuschneiden und zu nähen. So sind innerhalb von 48 Stunden ein Jerseyshirt, ein Tellerrock, ein Tanktop und ein weiteres T-Shirt entstanden. Den Schnitt für das Tanktop habe ich sogar heute erst zusammengeklebt und überlegt, welche Größe ich nehme. Und tatsächlich reichten die 1,5 m, die ich vom Jersey gekauft hatte, sowohl für ein Oversize Shirt als auch das Tanktop. Ein Schnitt, den ich definitv nochmal aus einem anderen Stoff nähen werde.
  4. Tatsächlich habe ich dieses Jahr einige Schnitte genäht von denen ich denke, dass sie meinen Kleiderschrank perfekt ergänzen bzw. eine Basis für die kommenden Jahre bieten. Als schmale Hose habe ich die Betty aus der Fibre Mood für mich entdeckt und inzwischen bereits zwei Versionen genäht. Die dritte wird mein nächstes Nähkränzchen Projekt. Als weite Hose ist weiterhin die Peppermint Magazine Wide Leg Pants meine erste Wahl. Shorts müsste ich eigentlich keine mehr nähen, da ist die Urlaubskiste gut gefüllt. Aber wenn ich nochmal einen Stoffrest habe, der Hosen-tauglich ist, dann ist ein Modell aus der nicht mehr veröffentlichen Zeitschrift Knip Mode mein Lieblingsschnitt. Als Rock habe ich gerade den selbst konstruierten Tellerrock (das Circle Skirt Tool von By Hand London ist sehr praktisch) für mich entdeckt, der bei vielen weichfallenden Stoffen funktioniert. Und für Oberteile habe ich aus zwei oder drei verschiedenen Schnitten einen Schnitt gebastelt, der nur ein Schnittteil ist und zweimal im Stoffbruch zugeschnitten wird. Das ist perfekt, um die von mir geliebten Muster, perfekt zur Schau zu stellen. Siehe Bild 😉
  5. Denn, ich bin einfach ein Mensch, der Muster mag. Und, wie ich denke, auch tragen kann. Gerade, wo die Kaufmode doch immer wieder sehr schlicht und einfarbig ist, gefällt es mir, dass ich Stoffe zu Kleidungsstücken vernähen kann, die anders sind als die Massenware. Mein Stil wird einfach nie total basic sein, weil ich einfach auch nicht basic bin.

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